Haltung

Ein zentraler Aspekt der Gewaltfreien Kommunikation ist das Bewusstsein, dass andere Menschen nicht für unsere Gefühle verantwortlich sind. Das einzige, was unsere Gefühle beeinflussen kann, ist die Haltung, mit der wir reagieren. Wenn ich jedoch glaube, dass eine Äußerung wahr ist, wenn ich sie also persönlich nehme, dann fühle ich mich schlecht, dann schäme ich mich. Scham ist also eine weitere Form des Machtmissbrauchs. Wer sich schlecht fühlen will, dem schlage ich Folgendes vor: Benutze möglichst oft das Wort „falsch“. Überlege dir, wie du bist, wann du dich daneben benommen hast und wann du vorbildlich warst. Frag dich: Bin ich attraktiv? Bin ich kompetent? Wenn du dir so richtig die Laune verderben willst, dann denke auch ausgiebig darüber nach, wie andere Menschen sind, ob sie normal sind oder anormal, ob ihr Verhalten angemessen ist oder nicht. Wenn es dir immer noch nicht reicht, dann kannst du dich auch noch der Frage widmen, was andere Menschen wohl von dir denken. Ob sie dich nett finden. Benutze möglichst auch das Wort „soll“. Was sollte ich tun, was sollten andere tun? Was glauben andere, was ich tun sollte?

Rosenberg, Marshall B.. Konflikte lösen durch Gewaltfreie Kommunikation (HERDER spektrum) (German Edition) (S.13-14). Verlag Herder. Kindle-Version (Hervorhebungen von mir).

 

 

 

The first step to empathic connection is what Martin Buber called the most precious gift one human being can give to another: presence.

Rosenberg, Marshall. Living Nonviolent Communication (S.68). Sounds True. Kindle-Version (Hervorhebungen von mir).

Jenseits von Gut und Böse – Sun Magazin

Marshall Rosenberg: On Creating A Nonviolent World – SunMagazine 2003:

“I’m all for judgments. I don’t think we could survive very long without them. We judge which foods will give us what our bodies need. We judge which actions are going to meet our needs. But I differentiate between life-serving judgments, which are about our needs, and moralistic judgments that imply rightness or wrongness.”

“All human beings have the same needs. When our consciousness is focused on what’s alive in us, we never see an alien being in front of us. Other people may have different strategies for meeting their needs, but they are not aliens.”